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Fachgespräch über alternative gesellschaftliche Zukunftsmodelle

Sorgearbeit in Familie und Gesellschaft - unbezahlbar, aber unbeachtet

Ein Fachgespräch am 23. Mai 2014 gab Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und vermittelte Anregungen zur besseren ökonomischen Wertschätzung informeller Arbeit.

Foto © Dmitry Naumov - Fotolia.com LupeFoto © Dmitry Naumov - Fotolia.com

Sein Kind bei einer Aufgabe ermutigen und damit sein Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken, sich in einem gemeinnützigen Gartenprojekt für ökologische Landwirtschaft engagieren, mit einem alten Menschen einen Abendspaziergang machen oder ihm etwas vorlesen - familiäre und freiwillige Sorgearbeit sind unbezahlbar, bleiben aber leider in der Regel ökonomisch unbeachtet.

Formen gesellschaftlich relevanter Arbeit jenseits der Erwerbsarbeit werden kaum gewürdigt
"Der Umfang der etwa in familiärer Erziehung, Pflege und Betreuung geleisteten Arbeitsstunden übertrifft die Summe aller in Erwerbsarbeit geleisteten Stunden", darauf weist Landespfarrer und Studienleiter Peter Mörbel hin. Er kritisiert: "Unser Wirtschaftssystems schätzt ausschließlich Erwerbsarbeit wert und würdigt alle anderen Formen gesellschaftlich relevanter Arbeit nur sehr unzureichend."

Welche Gründe gibt es für diese fehlende Wertschätzung?
Für ihn war das Anlass, im Rahmen eines themenzentrierten Fachgespräch der Frage nachzugehen: "Warum tut sich unsere Gesellschaft so schwer damit, wertschöpfende Leistungen im informellen Sektor - wenn nicht durch Geldzahlungen, dann doch wenigstens auf andere Weise - angemessen zu bewerten?:

Stellt sich die Leistungsgesellschaft mit der systematischen Unterbewertung von Familien- bzw. Care-Arbeit nicht selber ein Bein? Wie würde eine zukunftsfähige Leistungsgesellschaft aussehen, die mehrere Grundformen von Arbeit anerkennt?

Welche alternativen gesellschaftlichen Zukunftsmodelle gibt es?
Der Einführungsimpuls dazu kam von Dr. Volker Teichert, der sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Arbeitsbereich Frieden und Nachhaltige Entwicklung an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST e.V) u.a. mit Fragen der informellen Ökonomie beschäftigt. Er stellte dar, was informelle Arbeit ist und was sie leistet.

Weitere Aspekte von Sorgearbeit, bürgerschaftlichem Engagement und anderen wichtigen Formen informeller Arbeit griffen Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche und Sozialethik, Bundesfreiwilligendienst, Familienverbänden und Erwachsenenbildung in ihren Beiträgen auf. So ging z.B. die Geschäftsführerin des Landesfamilienrates Baden-Württemberg darauf ein, ob und wie man Familienarbeit finanziell bewerten könnte.

Anregungen des Fachgesprächs sollen in die weitere Arbeit einfließen
Ziel des Fachgesprächs war es, die so gewonnenen Anregungen, Empfehlungen und Erfahrungen zum Tagungsthema und seinen Facetten in die Programmentwicklung der Akademie und in den Bereich der landeskirchlichen Sozialethik einfließen zu lassen. Hier wie dort bemühen sich die Beteiligten um eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex "Arbeit" und suchen nachhaltige Wohlstands-Indikatoren, für die sich die Kirche stark machen sollte.


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hbl / 30.05.2014



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